„Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.“ (Ratschlag des Apostels für ein Leben in der Gesinnung Jesu in Phil 2,4)
Von einem Vater mit zwei Söhnen erzählt Jesus im Evangelium. Beide bittet dieser um ihre Mithilfe bei der Arbeit. Der eine sagte „Nein!“, geht dann aber doch. Der andere sagt „Ja!“, kommt dann aber nicht. Als Jesus schließlich fragt, welcher von beiden im Sinne des Vaters „gerecht“ und „gut“ gehandelt hat, stimmen alle natürlich für den ersten. Aber auch der ist ja nicht ohne Ecken und Kanten. Ich habe schon manchmal überlegt, wie eigentlich der Idealfall aussehen könnte. Hätte Jesus nicht vielleicht noch von einer Tochter erzählen können, eine die „Ja!“ sagt und dann auch zuverlässig dabei ist? Wahrscheinlich hat er seine Geschichte bewusst so zugespitzt gestalten wollen, weil Gott uns jederzeit die Chance zur Umkehr und Neubesinnung offen hält. Andererseits kommt für mich der Ratschlag des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi einem Idealfall schon ziemlich nahe. Wir brauchen in unserer Welt wieder öfter „Du zuerst“ statt „Ich“, damit ein neues „Wir“ werden kann.
Einen gesegneten Sonntag wünscht euer Pfarrer Thomas Wollbeck
Siehe auch im Gotteslob: 457_Suchen und fragen ...

