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Kirche & Glaubensorte
An der Stelle einer bereits am 24.Mai 1491 urkundlich erwähnten Martinskapelle wurde am 23. April 1706 der Grundstein für die neue St. Martins-Kirche gelegt.
1709 war der Rohbau erstellt und es konnte mit der Inneneinrichtung begonnen werden. Die Bau- und Einrichtungszeit erstreckte sich über gut 7 Jahre. So konnte die St. Martins-Kirche am 01. Oktober 1713 konsekriert werden. Den Festgottesdienst zur Kirchweihe leitete der damalige hochwürdige Herr „Johannem Bernadum Meyer", Weihbischof zu Würzburg. Die komplette Inneneinrichtung wurde im barocken Stil gefertigt. Am Hochaltar ist das Altarbild „Maria Verkündigung" mit lebensgroßen Seitenfiguren „St. Martin und St. Georg" und darüber im Auszug „St. Michael", der auf den beiden Außengiebeln von Engelfiguren begleitet wird. Die zwei Seitenaltäre sind Baldachinanlagen mit anbetenden Engeln. Auf den Altarblättern sind „Christus am Kreuz" und „Christi Geburt" zu sehen.
Die Kanzel erstellte Hans Uhl aus Stetten, welche die vier Evangelisten in Säulennischen zeigt. Die Orgel, Baujahr 1773 mit 9 Registern, wurde von der Orgelbaufirma Johann-Adam Höffner, Würzburg gebaut. Das große Deckengemälde zeigt auf dem Mittelbild St. Martin auf dem Pferd, eingefasst von vier Medaillons mit den vier Kirchenlehrern (Ambrosius, Augustus, Gregorius und Hyronimus). Das komplette Deckengemälde wurde vom Künstler E. Böhler aus Würzburg 1923 geschaffen.
Bei der Außenrenovierung 2004/2005 wurde auf Anregung des Bau- und Kunstreferats der Diözese Würzburg die in den fünfziger Jahren mit Feldsteinen geschlossene Nische (Konche) über dem Hauptportal als künftiger Platz für eine Christus-Salvator-Figur wieder geöffnet.
Am 25. Mai 2006 fand die 300-Jahre-Grundsteinlegungsfeier statt, zelebriert von Weihbischof. Helmut Bauer, Würzburg, mit Segnung der neuen Figur. Die Figur fertigte der Künstler Herr Franz Schäflein „Stuckbildhauer", Karlstadt-Stadelhofen.
Die Lourdes-Grotte im Friedhof von Münster an der St. Martins-Kirche
Die ursprüngliche Grotte wurde um 1880 errichtet, war in einer Hausecke der ehemaligen Gaststätte Scheithauer integriert, welche damals einen Teil der Friedhofsmauer bildete. Beim Abriss der Gebäude 2009/2010, für die Gestaltung eines Dorfplatzes inkl. neuem Kircheneingang, wurde die aus Tuffsteinen gemauerte Grotte zerstört. Mit dem Bau einer neuen Grotte, aus einheimischen Tuffsteinen, welche von verschiedenen Lesesteinplätzen der näheren Umgebung gesammelt wurden, hat der Maurermeister und Natursteinbauer, Herr Ewald Weimer aus Grünsfeld, einen neuen und würdigen Platz für die beiden Figuren Mutter Gottes und St. Bernadette geschaffen.




