Schrifttexte: Offb 7,2-4.9-14 - 1 Joh 3,1-3 - Mt 5,1-12a
„Selig, die Frieden stiften.“ (Jesus in Mt 5,9)
Dieses Wochenende ist geprägt vom Besuch bei unseren Verstorbenen auf den Friedhöfen. Egal, wie es zu Lebzeiten gewesen sein mag, spüren wir, dass der Tod zwar die äußere Gestalt vergehen lässt, nicht aber die Beziehung. Wenn wir ihnen jetzt den Wunsch mitgeben, sie mögen „in Frieden“ ruhen, dann darf darin auch zum Ausdruck kommen, dass dieser Friede mehr ist als das, was wir in dieser Welt an Frieden finden können. Augenblicklich bröckelt er an allen Ecken und Enden. Mich erschreckt und ängstigt, wie schnell und scheinbar selbstverständlich wir (wieder) zu den Waffen greifen. Wenn es also schon so schwer ist, Frieden wertzuschätzen und alles für seinen Erhalt einzusetzen - wieviel schwerer ist es dann, verlorenen Frieden wieder zu gewinnen und neuen Frieden zu stiften? Es müssen tatsächliche heilige, gottverbundene Menschen sein, denen das gelingt. Aber das Bemühen, wenigstens den Versuch und das Wollen, das dürfen wir nicht aufgeben. Daran möchte uns Jesus immer wieder erinnern, in der Welt, in unseren Städten und Dörfern, in unseren Familien und Gruppen.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Pfarrer Thomas Wollbeck.
Siehe auch im Gotteslob: 504_Vater im Himmel, höre unser Klagen …

