10 km südwestlich von Betlehem liegt die Farm „Zelt der Nationen“. Eine christlich palästinensische Familie, bedrängt und bedroht von illegalen israelischen Siedlungen geht gegen alle Widerstände den Weg der Hoffnung. Dahoud Nassar, der heutige Leiter der Farm schreibt:
„In dieser heiligen Adventszeit, in der wir unsere Herzen darauf vorbereiten, das Licht willkommen zu heißen, das eine müde und verwundete Welt betritt, wagen wir es, von Hoffnung zu sprechen – nicht von der dünnen Hoffnung des Wunschdenkens, sondern von der tiefen, lebendigen Hoffnung, die Gott allen einhaucht, die sich weigern, sich der Verzweiflung hinzugeben. Es ist die Hoffnung, die sich wie die Morgendämmerung nach einer langen Nacht erhebt, die Hoffnung, die sich selbst dort behauptet, wo die Möglichkeiten versiegt zu sein scheinen.
Hier im Zelt der Nationen ist Hoffnung nicht nur etwas, das wir fühlen – es ist eine Disziplin, die wir jeden Tag wählen. Es ist der Mut, aufzustehen, wenn die Umstände uns niederdrücken, die Treue, den Boden zu pflegen, Bäume zu pflanzen und durch einfache, beständige Handlungen zu bezeugen, dass die Dunkelheit niemals das letzte Wort haben wird.“
„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“ (Jes 9,1)
Dieses Licht der Hoffnung wünschen wir Ihnen allen von Herzen!
Gesegnete Weihnachten!
Albin Krämer und Thomas Wollbeck

