„Mutter und Haupt aller Kirchen“ - diesen Ehrentitel trägt die Lateranbasilika in Rom. Die ersten Jahrhunderte war sie die Bischofskirche von Rom. Wie passt dazu das Bild von jungen Menschen, die einige Tage miteinander in den Bergen verbringen? Kirche ist zuerst nicht ein Gebäude aus Steinen.
„Ihr seid Gottes Bau,“ schreibt Paulus an die Gemeinde in Korinth (1 Kor 3,9c).
Jesus macht deutlich, er ist der eigentliche Tempel. In seinem Innersten ist er zutiefst mit Gott verbunden (Joh 2,21). Wie gestalten wir aus dieser Verbindung mit Gott unsere Beziehungen? Daran entscheidet sich unser Glaube. Miteinander den Weg gehen und sich den täglichen Heraus-forderungen stellen, sich gemeinsam und allein dem tragenden Wort Gottes öffnen und dem Auferstandenen als verlässlichen Weggefährten vertrauen - davon erzählt das Bild der jungen Menschen in ihren Bergexerzitien. Den Weg, auch wenn er noch im Nebel liegt, in den Blick nehmen und mit Mut und Vertrauen zu wagen - das gilt für das ganze Volk Gottes auch heute. Der Regenbogen erzählt von Gottes Treue zu uns. Glaube ist ein Mitgehen, ein Mitleben, ein Mitbauen am Leib Christi, der die Kirche ist. So lasst uns heute seine Kirche bauen.
„Ihr seid das Licht in der Dunkelheit der Welt, ihr seid das Salz für die Erde. Denen, die suchen, macht hell den schweren Weg. Halleluja.“ GL 483,2
Albin Krämer

