„Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen.“
(So reagiert Maria nach Lukas auf all die sonderbaren Begegnungen in Lk 2,19)
Wir haben uns daran gewöhnt, der Zeit eine feste Einteilung zu geben. In Jahren, Monaten, Tagen und Stunden, ja Millisekunden versuchen wir die Zeit festzuhalten, vorherzusagen und zu kontrollieren. So kennen wir alle Datum und Uhrzeit, aber wie spät es eigentlich ist, wissen wir trotzdem nicht. Der große evangelische Theologe Gerhard Ebeling hat einmal geschrieben: „Der wahre Zeitmesser ist nicht die Uhr, der wahre Zeitmesser ist die Hoffnung. Das macht die Zeit strittig; ob sie leere oder erfüllte, hoffnungsvolle, gleichsam bis an den Rand mit Zukunft geladene Zeit ist.“ Maria hat ihre Zeit mit Hoffnung angefüllt, als sie all das, was die Hirten und die Weisen und vielleicht noch viele andere gesagt haben, in ihr Herz gelassen hat. Das Vertrauen auf die Erfüllung der liebevollen Verheißung Gottes hat sie gelassen und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen lassen.
Dass auch wir die Tage des kommenden Jahres als „erfüllte und hoffnungsvolle“ Zeit leben können, das wünscht von Herzen Pfarrer Thomas Wollbeck.
Siehe auch im Gotteslob: 816 (WÜ)_Meine Zeit ...

