„Ich aber sage euch: schwört überhaupt nicht. Eure Rede sei: Ja = Ja, Nein = Nein.“
(Kommunikationsregel der Bergpredigt in Mt 17,37)
Ob sich Jesus bei seinen Predigten auch manchmal vorgekommen ist wie ein Faschingsnarr in der Bütt? Manche Wahrheiten sind gefährlich auszusprechen. Manche Wahrheiten sind gar keine, weil sie nur Meinungen wiedergeben oder Fakten „gefaket“ sind. Wer kann sich denn heute in dem Informationswirrwarr noch wirklich auskennen und „die Wahrheit“ erkennen? Obwohl in den sogenannten „sozialen Medien“ vieles gerade nicht dem Anspruch Jesu entspricht, sondern in bewusster Desinformation, Denunziation oder Hetze besteht, gefällt mir die Zielvorstellung des „sozialen“ sehr. Wenn wir für alles, was da veröffentlicht wird, was wir zueinander oder übereinander sagen, einen Maßstab des „sozialen“, also des besseren Miteinanders, anlegen würden, dann hätten wir viel von dem verwirklicht, was Jesus damals schon gewollt hat. Paulus hat das einmal so formuliert, dass alles, was wir sagen, dem „Aufbau der Gemeinde“ dienen sollte. Dafür kann uns die Wahrheit der Narren sehr hilfreich sein, vielleicht aber noch mehr die kommende Fastenzeit, die wir am Aschermittwoch wieder beginnen.
Einen gesegneten Sonntag mit viel Helau wünscht euer Pfarrer Thomas Wollbeck.
Siehe auch im Gotteslob: 483_Ihr seid das Volk …

