„Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden, er wird ein- und ausgehen und Weide finden.“
(Jesus über seine Vorstellung von christlicher Gemeinde in Joh 10,9)
Schwer beeindruckt hat mich einmal das Interview mit einem Farmer in den Weiten des australischen Hinterlandes. Auf die Frage, warum er denn keine Zäune aufstellt, um seine Herden beisammen zu halten, da antwortete er sinngemäß: „Warum Zäune? Wir bauen Wasserstellen. Dort werden wir sie immer wieder alle treffen.“ Wir bauen gerne Zäune. Sie grenzen ein und grenzen ab. Sie schaffen Ordnung und vor allem vermitteln sie Sicherheit. Das gilt nicht nur für unsere Auffassung von Tierhaltung, denn so halten wir es auch mit den Menschen. Welche Freiheit steckt da in diesem Jesuswort von der Tür. Vom Zaun ist gar keine Rede mehr. Anscheinend ist alles Tür. Er zieht an und sammelt. Er gibt Wasser und Nahrung, Auskommen und Sicherheit. Vielleicht sollten wir es öfter so machen wie er.
Einen gesegneten Sonntag wünscht euer Pfarrer Thomas Wollbeck
Siehe auch im Gotteslob: 421_Mein Hirt ist Gott, der Herr, …

