„Für euch aber wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung.“ (Gute Nachricht des Propheten in Mal 3,20)
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Normalerweise hat die Sonne keine Flügel. Aus der Perspektive unserer Welt scheint sie aber doch zu fliegen: vom einen Horizont zum anderen und in der Nacht wieder zurück. Und so wie der Morgen immer wieder neues Leben schenkt, so wollte der Prophet Maleachi, dass wir das Handeln Gottes verstehen. So wie die Flügel des Adlers nicht nur zum Fliegen taugen, sondern seinen Küken auch Schutz, Geborgenheit, Wärme und Sicherheit schenken, so will Gott für uns Menschen sorgen. Diese Vorstellung von den schützenden Gottesflügeln gehört zu den schönsten, ältesten und am meisten verbreiteten Gottesbildern der Menschheit. Zum Glück, möchte ich sagen. Angesichts so vieler Katastrophen und trüber Zukunftsaussichten, angesichts von Streit und Krieg, von Untergang und Tod sollen wir immer gewiss sein, dass unser Innerstes im Schutz seiner Flügel geborgen ist.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Pfarrer Thomas Wollbeck.
Siehe auch im Gotteslob: 427_Herr, deine Güt ist unbegrenzt …

