„Geh fort aus deinem Land, …, in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich werde … dich segnen. … Ein Segen sollst du sein.“
(Einladung Gottes an Abraham in Gen 12,1+2)
Mit dieser Zu-MUT-ung beginnt die Glaubensgeschichte des Abraham und aller, denen er Stammvater geworden ist, die ihm als Juden, Christen oder Moslems auf diesem Glaubensweg folgen. Vorher noch, an allem Anfang, steht die Begegnung mit Gott, das Ergriffensein von seiner Existenz. Ein Ereignis, das sich unserer Kontrolle entzieht, das wir nicht machen oder herstellen können, das uns aber ganz und gar erfüllt und uns mit absoluter Sicherheit wissen lässt: ER IST! Darin liegt eine unvorstellbare Kraft. Dies ist eine Er-MUT-igung, die uns mit Vertrauen und Zuversicht alles beginnen lässt, auch wenn wir das Ende noch nicht absehen können. Abraham ist aufgebrochen. „Verrückt!“ haben wahrscheinlich viele gedacht: aus seinem Vaterhaus, aus seiner Familie, aus seinem Land ... Alle Sicherheiten hat er losgelassen und alles auf diese eine Karte gesetzt. So, wie später auch Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem. Die Stimme aus der leuchtenden Wolke wurde ihm innere Gewissheit und MUT-machung, weiter zu gehen: „Dies ist mein geliebter Sohn!“
Einen gesegneten Sonntag wünscht euer Pfarrer Thomas Wollbeck.
Siehe auch im Gotteslob: 363_Herr, nimm auch uns zum Tabor mit ...

