Termine
Nachrichten
Pfarrbüro & Seelsorgliche Ansprechperson
Kirche & Glaubensorte
Der Grundstein wurde am 31. Juli 1726 gelegt. Die Pfarrkirche St. Andreas wurde am 22. Oktober 1730 geweiht. Damals war der Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn (1729-46), dessen Wappen über dem Chorbogen angebracht ist.
Der Hochaltar wurde 1728 gefertigt von Schreinermeister Johann Uhl aus Stetten (die Risse dazu wurden von Balthasar Neumann approbiert). Den Hochaltar schmücken folgende Figuren: St. Michael und St. Georg, St. Petrus und St. Paulus. Im Auszug St. Andreas. Statt eines Altarblattes steht im Zentrum des Altares ein Kreuz mit Korpus. Die Seitenaltäre wurden ebenfalls von Johann Uhl gefertigt.
Der Kunstmaler war Sebastian Urlaub aus Thüngersheim. An der Decke der Apsis malte er den Hl. Andreas gerahmt von den 4 Evangelisten. Ferner schuf er die Altarblätter der beiden Seitenaltäre: links: Mariä Verkündigung, rechts: St. Sebastian.
Die spätgotischen Relieffiguren in der Apsis (Hl. Wolfgang und Urban), die dem Ende des 15. Jahrhunderts angehören, dürften aus der alten Kreuzkapelle stammen.
Der Kirchturm erhebt sich auf der Nordseite des Langhauses, quadratisch, mit 3 Geschossen, im 3. Geschoß rundbogige Schallöffnungen mit romanischen Säulen. Diese und weitere romanische Details gehören der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts an. Der Turm stammt also von der alten Kirche (vor dieser letzteren gab es noch eine frühere Kirche, jedoch an einem anderen Standort), die nördlich von der jetzigen Kirche gestanden hat, wovon ebenfalls noch ein gut erhaltenes romanisches Portal zeugt, das am Treppenaufgang zur Kirche einzusehen ist.
Im Turm der Pfarrkirche hängen 4 Glocken, von denen zwei 1924 und eine 1934 angeschafft wurden. Die größte und älteste Glocke stammt aus dem Jahre 1408. In gotischen Minuskeln umläuft den Mantel folgende Inschrift: "fleuch hagel und wint. das. helf. uns. maria. und. ihr. libes. kint".
Retzstadt besitzt noch ein weiteres Gotteshaus, die Kreuzkapelle. Sie ist vor 1480 erbaut worden zu Ehren des heiligen Kreuzes ‑ zu Ehren unserer lieben Frau ‑ zu Ehren der Heiligen Valentin, Leonhard, Wolfgang, Urban, Katharina, Barbara, Dorothea und Margaretha (siehe Inschrift in der Kapelle ‑ links). Fürstbischof von Würzburg war in der Zeit der Einweihung der Kreuzkapelle: Rudolf II von Scherenberg (1466 bis 1495), dessen Wappen über dem Chorbogen der Kapelle angebracht ist.
Die Kreuzkapelle hat eine bewegte Geschichte:
Unter der heutigen Kreuzkapelle befindet sich die Ruine einer weit älteren Kapelle. Ihr Fußboden lag 2 m tiefer. Sie dürfte nach 1250 errichtet worden sein. Über diese ältere Kapelle sind 4 Hochwasserkatastrophen wie die Schlammschichten unter der jetzigen Kapelle und verschiedene Funde beweisen hereingebrochen. Vor oder auch nach der 2. Hochwasserkatastrophe um 1400 scheint die Kapelle aufgelassen worden zu sein. Danach zerfiel sie. Bei weiteren Hochwasserkatastrophen zwischen 1400 und 1470 ging dann diese ältere Kapelle mitsamt einer Siedlung östlich von der Kapelle (Dörflein genannt) unter. Erdrutsch! 1480 ging man an die Errichtung einer neuen Kapelle. Als die Kapelle baufällig geworden war, legte man sie im Jahre 1750 ein und baute 1753 ein neues Gotteshaus.
Im Jahre 1804 wurde die jetzige Kreuzkapelle durch ein Kurfürstliches Dekret aufgehoben und geschlossen. Im Jahre 1954 erst wieder - wahrscheinlich war die Kapelle bis dahin für öffentliche Gottesdienste geschlossen - hielt der Pfarrer regelmäßig monatlich eine Messe in der Kapelle bis 1963. Heute wird sie für gelegentliche Sondergottesdienste genutzt, wie Taufen, Früh- oder Spätschichten der Jugend, Maiandachten etc.
Der Besinnungsweg Retztal kennzeichnet mit seinem Namen zugleich seine geografische Lage:
Das Kernstück des Weges ist das nur 5 km lange Seitental des Mains, in dem ein Bach, die Retz, der in Retzstadt entspringt und in Retzbach in den Main mündet, die beiden Orte Retzbach und Retzstadt miteinander verbindet.
Die Wegstrecke führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die geprägt ist von Kontrasten zwischen Tal und Hügeln, zwischen dem Wald im Talgrund und weiten Feldern und Weinbergen auf der Höhe. Der Pfad über den steilen
Muschelkalkfelsen der Benediktushöhe wird gesäumt von südlich-warmen Kalkschotterflächen.
Die Markierung führt von der Wallfahrtskirche "Maria im Grünen Tal" über den Kreuzweg, zur Kolpingkapelle. Ab hier führt uns der Weg, nun identisch mit dem Mainwanderweg, auf die Breitfeldhöhe. Mit ihren 387 m ist sie die höchste Erhebung im Maindreieck, und bietet einen weiten Rundblick auf Spessart, Rhön und Steigerwald.
Von dort wandert man weiter über die Berghügel wieder ins Tal nach Retzstadt zur Pfarrkirche St. Andreas. Eher kühl und schattig verläuft der Weg im Retztal.
Die gesamte Wegstrecke ist ca. 13 km lang und als Rundweg angelegt. Es sind auch Teilabschnitte möglich, zu 7 km und 9 km. Die Höhendifferenz beträgt 200 m.
Eine außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren gibt es in jeder Jahreszeit zu entdecken. Als Begleiter am Wegrand finden sich sowohl einfache, robuste, als auch farbenprächtige, seltene Blumen, darunter viele Heilkräuter wie Johanniskraut, Wegerich, Malve, Odermenning und Wegwarte.
In den bewaldeten Bereichen säumen Buche, Eiche, Ahorn, Esche, Kiefer, Lärche, Mehlbeere und Speierling den Weg und spenden Schatten. Man kann den Tieren des Waldes und der Flur noch häufig begegnen. Immer wieder trifft man Raritäten wie Orchideen und seltene Schmetterlinge an, die besonderen Schutz brauchen.
Auf den Weg finden wir eine ganze Reihe gestalteter Stationen, z.B. eine Zeitleiste, welche die Verhältnismäßigkeit von der Entstehung der Erde bis zur Entwicklung des Menschen anschaulich macht, die Völkerwallfahrt zum Berg Zion mit Email-Platten gestaltet, eine Kapelle mit Adolf Kolping als Wegbegleiter und viele andere. Geschnitzte Hinweisschilder weisen auf besonders schöne Aussichtspunkte hin.
Ein ansprechend gestalteter Faltplan kann als hilfreicher Begleiter dienen. Er ist für 2 € (+ Porto) bei den Pfarrämtern in Retzbach (Tel. 09364/9930) und Retzstadt (09364/8153330) erhältlich.
Weiterführende Links
Angebote & Gruppen
Der Seniorenkreis trifft sich monatlich dienstags um 14.00 Uhr im Pfarrheim.
Neben dem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen bieten wir auch immer ein interessantes Programm. Regelmäßig empfangen wir ReferentInnen zu religiösen, gesellschaftlichen und kulturellen Themen oder attraktiven Bild- vorträgen. Zur Entspannung werden Volkslieder unter der Leitung von Bernhard Schmitt gesungen. Den Tag beschließen wir mit leckeren Bratwürsten aus der Region. Einmal im Jahr unternehmen wir einen Tagesausflug zu interessanten Zielen in der näheren Umgebung. Jedes Jahr brechen wir zu einer 4-tägigen Urlaubsreise auf, zum Beispiel ins Erzgebirge, in den Spreewald, in den Schwarzwald… Willkommen sind alle Seniorinnen, Senioren, Altersteilzeitler oder jeder, der Zeit und Lust auf einen unterhaltsamen Nachmittag hat.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Team der Kinderkirche (KiKi) gestaltet 1 x im Monat eine kindgerechte Feier parallel zum Gemeindegottesdienst.
Die KLJB - Katholische Land-Jugend-Bewegung könnt ihr auf instagram besuchen:
https://www.instagram.com/kljb_retzstadt/
Im Mai 2024 haben wir unser 55-jähriges Jubiläum gefeiert.
Für die ganze Familie bietet das Familiengottesdienst-Team ansprechende Gottesdienste.
Oft besuchen wir dazu auch andere Orte: z.B. den Hühnerstall, das Schützenhaus oder den Alten Kindergarten.
Für alle Altersgruppen bietet die Katholische Öffentliche Bücherei viele Bücher, Spiele und andere Medien
Kath. Öffentliche Bücherei Retzstadt
Wethstr. 2
97282 Retzstadt
Öffnungszeiten:
Di.: 16.30 - 18.30 Uhr
Do.: 9.00 - 11.00 Uhr / 16 - 17 Uhr
jeden ersten Dienstag im Monat geöffnet bis 20.00 Uhr
https://www.retzstadt.de/seite/rs/main-spessart/01032:1132/-/Die_Buecherei.html
4 mal im Jahr erscheint "Die Brücke", der Gemeindebrief der Pfarrei
https://www.retzstadt.de/seite/rs/main-spessart/01032:1036:1077/-/Die_Bruecke.html






